Eines der Dinge, die die Permakultur von anderen Gestaltungsrahmen und Philosophien für ein nachhaltiges Leben unterscheidet, ist, dass sie auf klar definierten ethischen Grundsätzen beruht. Diese setzen die Grenzen dafür, was Permakultur ist und was nicht. Es gibt drei Hauptethiken:

Erdpflege

Die Permakultur basiert auf natürlichen Lösungen und der Arbeit mit der Natur, nicht gegen sie. Es wird versucht, sich selbst ausgleichende Ökosysteme zu schaffen und die Gesundheit und Fruchtbarkeit des Bodens so weit wie möglich zu fördern, anstatt beispielsweise Kunstdünger oder Unkrautbekämpfung einzusetzen. Anstelle von chemischer Unkrautbekämpfung können Permakultur-Praktiker Mulch oder andere Abdeckungen verwenden, um unerwünschtes Wachstum zu unterdrücken. Das Zitat von Bill Mollison, einem der Begründer der Permakultur: “Sie haben kein Schneckenproblem, sondern einen Entenmangel” ist ein weiteres Beispiel für diese Denkweise.

Menschen pflegen

Permakultur ist menschenzentriert und basiert auf dem intrinsischen Wert und den Rechten der Menschen. So wie die Permakultur mit und nicht gegen die Natur arbeitet, arbeitet sie mit und nicht gegen den Menschen. Der Schwerpunkt der Permakultur liegt auf der Eigenständigkeit. Man arbeitet vor Ort mit der Gemeinschaft zusammen, um zu produzieren, was sie braucht, anstatt sich auf unpersönlichen Handel und Konsum zu verlassen. Und mit gutem Beispiel voranzugehen und Verantwortung für sich selbst und seine Lieben zu übernehmen: Ein nachhaltiges Leben für sich selbst zu gestalten, anstatt zu versuchen, andere von einem nicht nachhaltigen Leben abzuhalten.

Fair Share / Future Care

Die Permakultur basiert auf dem verantwortungsvollen Umgang mit den begrenzten Ressourcen unseres Planeten. Permakulturprojekte sollten insgesamt immer darauf abzielen, mehr Ressourcen aufzubauen als sie verbrauchen. Es ist wichtig, auf seinen Fußabdruck zu achten (ökologischer Fußabdruck: genutzte globale Hektar und Kohlenstoff-Fußabdruck) und Ressourcen nicht übermäßig zu nutzen oder zu horten: Vor allem fossile Ressourcen, die nicht wiederaufgefüllt werden können. Und den Überschuss, den man produziert, zu teilen. Zum Beispiel im Bereich der Bildung: Teilen Sie die Lösungen, die Sie finden und planen Sie Ihre Nachfolge. In der landwirtschaftlichen Produktion: Teilen Sie Ihre Überschüsse mit Ihrer lokalen Gemeinschaft und der Tierwelt.

Lmehr über Permakultur-Ethik verdienen hier Siehe Andrew Millison erläutert die ethischen Aspekte. Achten Sie auf die dritte heikle Ethik! Mehr darüber lesen hier und hier.